Kunst und Geschlecht.

Veranstaltung des Instituts für Philosophie
der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
im Haus der Univ
ersität: Samstag, 02. Februar 2019, 14.00 – 19.00 Uhr

Haus der Universität, Schadowplatz 14, 40212 Düsseldorf

Kunst und Geschlecht
Das zentrale Thema der Kunst — in Bild, Musik, Text, Tanz und anderen Inszenierungsformen — ist, so der leitende Gedanke dieser Veranstaltung, das Verhältnis der Geschlechter. Womöglich gibt es Kunst und deren Ausdifferenzierung zwischen Klang, Ton, Bewegung und bildlicher Ruhe vor allem um einer Bemeisterung der Probleme willen, die auf der Grundlage der Geschlechter- und Generationendifferenzen allererst ihr Aufkommen gefunden haben. Das hervorstechende Merkmal der Künste ist es allerdings, nicht nur an einer ästhetischen Bemeisterung der fundamentalen Konflikte und Untaten zu laborieren, sondern insbesondere daran, die Konflikte und die Gewaltförmigkeit solcher Bemeisterung bei Bewusstsein zu halten, zumindest als Gedächtnis zu wahren.In allen ihren Gestalten handeln die Künste in Inhalt und Form von den großen Leiden und Leidenschaften, die zwischen den Geschlechtern respektive im Ausgang von deren Krisenverhältnis sich entfalten; sie handeln von der Liebe und vom Tod, von Hass, Wut, Angst, von den Nöten, der Freude, von den Anmaßungen, der Hybris und auch von dem Glück, das manchmal, über die Künste vermittelt, zu weilen vermag.Leitend wird zum einen bedacht, inwieweit der Kunst selbst Geschlechtlichkeit zukommen könnte. Die Musen immerhin sind weiblich. Doch auch diese sind möglicherweise Erfindungen von Männern … Zum anderen werden leitend sein die Fragen nach dem Wesen und dem Begehren der Künste, insbesondere der Malerei respektive der bildenden Kunst, sowie nach dem Verhältnis der Künste.
Programm
14.00 Uhr: Begrüßung und Einleitung (Prof. Dr. Christoph Weismüller)
  • Dionissios Vajas, M. A.: Psychisches Imprimé (Mann) und profan-bombastische Kontraexpression (Frau)
  • Gertrud Lettau, M. A.: Kunst und Täuschung — Der Zauber Penelopes
  • Andreas Normann, M. Sc.: Die Geschlechterdifferenz — Überlegungen zum Phänomen des Countertenors
ca. 15.40 – 16.10 Uhr: Pause
  • Hans-Christian Pultke, Ass. jur.: Das Totem: das erste Kunstobjekt?
  • Prof. Dr. Christoph Weismüller: „Sie gleitet in seinen Armen entseelt zu Boden.“
    Das Geschlechterverhältnis des Wagner’schen musikdramatischen Gesamtkunstwerks
ca. 17.30 – 17.50 Uhr: Pause
  • Christina Vedar, M. A.: Wie weiblich ist die Kunst? Geschlechterkonflikte in der bildenden Kunst
  • Axel Schünemann: Orpheus und Eurydike — technisch realisiert Gedanken zum Finale der Musik
ca. 18.50 – 19.00 Uhr: Abschlussgespräch
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